Buchrezension: Schwierige Menschen am Arbeitsplatz erschienen im Springer Verlag
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ist frei von Werbezwecken oder Kooperationen. Es handelt sich um eine rein persönliche Empfehlung aus meiner Praxis für Ihre Praxis.

Definition:
Organisationskultur bezeichnet die Gesamtheit der Werte, Normen, Überzeugungen und Verhaltensweisen, die das Denken und Handeln in einer Organisation prägen. Sie bestimmt maßgeblich, wie Entscheidungen getroffen, Konflikte gelöst und Zusammenarbeit gestaltet werden.
Erklärung:
Organisationskultur wirkt oft unsichtbar, beeinflusst jedoch nachhaltig die Leistungsfähigkeit und das Klima eines Unternehmens. Sie zeigt sich in gelebten Werten, im Kommunikationsstil, im Umgang mit Fehlern sowie in der Art und Weise, wie Führung verstanden und praktiziert wird.
Kultur entsteht über Zeit durch gemeinsame Erfahrungen, Führungsverhalten und organisationale Strukturen. Führungskräfte haben dabei eine zentrale Rolle, da sie durch ihr Verhalten, ihre Entscheidungen und ihre Prioritäten Kultur vorleben und verstärken.
Eine starke Organisationskultur schafft Orientierung, Identifikation und Stabilität. Gleichzeitig muss sie lern- und anpassungsfähig bleiben, um in dynamischen Märkten wettbewerbsfähig zu bleiben.
Typische Merkmale:
Gemeinsame Werte und Leitbilder
Gelebte Normen und ungeschriebene Regeln
Umgang mit Fehlern und Feedback
Kommunikations- und Entscheidungskultur
Vertrauen und psychologische Sicherheit
Grad an Offenheit für Veränderung
Organisationskultur kann leistungsfördernd oder leistungshemmend wirken. Eine konstruktive Kultur stärkt Motivation, Engagement und Innovationsfähigkeit. Eine dysfunktionale Kultur kann hingegen Misstrauen, Silodenken oder Widerstand begünstigen.
Beispiel aus der Praxis:
In einem Unternehmen wird offiziell von „Offenheit und Transparenz“ gesprochen. In der Praxis werden jedoch kritische Themen vermieden und Entscheidungen nur im kleinen Kreis getroffen. Eine neue Führungskraft erkennt diese Diskrepanz und etabliert regelmäßige Teamdialoge sowie klare Feedbackformate. Schrittweise verändert sich die Kultur hin zu mehr Offenheit und Beteiligung.
Coaching-Impulse:
Welche Werte werden in meiner Organisation tatsächlich gelebt?
Welche Verhaltensweisen fördere ich bewusst oder unbewusst?
Wo erlebe ich Diskrepanzen zwischen Leitbild und Realität?
Wie kann ich in meinem Verantwortungsbereich Kultur aktiv gestalten?
Verwandte Begriffe:
→ Führungskultur, Werteorientierte Führung, Fehlerkultur, Feedbackkultur, Organisationsentwicklung, Change Management
Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag ist frei von Werbezwecken oder Kooperationen. Es handelt sich um eine rein persönliche Empfehlung aus meiner Praxis für Ihre Praxis.
Der Moment, in dem die Beförderung offiziell wird, ist meist von Stolz und Vorfreude geprägt. Doch kurz nach dem Einzug in das neue Büro bemerken viele Führungskräfte eine Veränderung, die sie so nicht auf dem Plan hatten. Plötzlich wiegt jedes Wort schwerer und wird oft auf die Goldwaage gelegt. Wenn Sie nun in die Kaffeeküche eintreten, kommt es oft vor, dass die Gespräche der Mitarbeitenden leiser werden.
In einer Zeit, in der ökonomische Zielgrößen, Effizienz und Leistungsdruck vielfach den Ton angeben, wächst zugleich das Bedürfnis nach einer Arbeit, die mehr ist als ein Mittel zum Zweck. Es geht um die Frage, wofür wir uns engagieren und welchen Beitrag unsere Tätigkeit für uns selbst, für andere und für die Gesellschaft leistet. Diese Frage basiert nicht nur auf individuellen Erwartungen, sondern hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Motivation, Gesundheit, Zusammenarbeit und die Art, wie Organisationen funktionieren.
In Zeiten zunehmender Komplexität und dynamischer Marktbedingungen stehen Unternehmen unter einem konstanten Anpassungsdruck. Was aber häufig unterschätzt wird: Die nachhaltigste Form der Orientierung entsteht nicht aus Prozessen oder Zielvereinbarungen, sondern aus den Werten, die eine Organisation tatsächlich lebt. Für Führungskräfte bedeutet dies, nicht nur ökonomische Ergebnisse zu verantworten, sondern auch den kulturellen Rahmen, der diese Ergebnisse überhaupt erst ermöglicht.
Das Jahresende bringt oft einen Moment mit sich, in dem es ruhiger wird. Diese Ruhe kann ein guter Anlass sein, den eigenen beruflichen Weg mit etwas Abstand zu betrachten. Nicht als strenge Bilanz, sondern als Möglichkeit, innezuhalten und zu erkunden, was dieses Jahr wirklich geprägt hat – im Außen wie im Inneren.
Durchsetzungsvermögen gilt seit jeher als eine Kernkompetenz von Führungskräften. Wer führt, so die traditionelle Annahme, müsse klare Ansagen machen, Erwartungen formulieren und im Zweifel auch Druck ausüben können.
Eine starke Führungskraft entsteht nicht nur durch Titel oder Position, sondern insbesondere auch durch Verhalten, Haltung und Klarheit. Gute Führung ist erlernbar – und sie beginnt bei Ihnen selbst. Wenn Sie sich fragen, wie Sie eine bessere Führungskraft werden, finden Sie hier 10 Schritte, die sofort Wirkung zeigen.
Führung braucht Authentizität – aber auch Grenzen. Ein reflektierter Blick darauf, wie viel Privatleben im Beruf gut tut und wann Zurückhaltung die bessere Wahl ist.
Freiheit ist mehr als ein Schlagwort moderner Arbeitskulturen. Sie ist der Raum, in dem Sinn, Verantwortung und Wirksamkeit Gestalt annehmen.
Wer im mittleren Management führt, kennt die tägliche Herausforderung: Strategische Vorgaben sollen umgesetzt, Teams geführt, Konflikte moderiert und Ergebnisse geliefert werden. Oft geschieht das in einem Spannungsfeld aus wachsendem Druck, knapper Zeit und steigender Komplexität. Künstliche Intelligenz kann in diesem Umfeld zu einem echten Entlastungsfaktor werden. Nicht, indem sie Führung ersetzt, sondern indem sie sie stärkt.
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz stellen seit Jahren eine wachsende Herausforderung dar. Krankenkassen melden regelmäßig einen Anstieg stressbedingter Erkrankungen – ein besorgniserregender Trend, der nicht ignoriert werden darf.
Führung im mittleren Management ist eine der komplexesten und anspruchsvollsten Aufgaben in der modernen Wirtschaft. Als Führungskraft in dieser zentralen Rolle sind Sie der unverzichtbare Part, der Strategieumsetzung und operative Realität verbindet. Sie stecken in der sogenannten "Sandwich-Position" zwischen Top-Down-Druck und Mitarbeitermotivation.
Bild: DS stories/pexels
Das Riemann-Thomann-Modell hat sich in den letzten Jahrzehnten als ein wertvolles und intuitiv verständliches Werkzeug in der Kommunikationspsychologie, im Coaching und in der Teamentwicklung etabliert. Es bietet Führungskräften einen klaren Rahmen, um die oft unsichtbaren Dynamiken in ihren Teams und die individuellen Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter zu erkennen und besser zu verstehen. Anstatt Menschen in starre Kategorien zu pressen, dient das Modell als Landkarte menschlicher Grundbestrebungen. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Dynamiken können Führungskräfte nicht nur Konflikte frühzeitig entschärfen, sondern auch ein Arbeitsumfeld schaffen, welches die Motivation und die Potenziale des Einzelnen nachhaltig fördert.
Ein gutes Gespräch kann die Dynamik im ganzen Team verändern. Doch oft fühlen sich diese Termine für beide Seiten eher nach einer Pflichtübung an, die man schnell hinter sich bringen möchte. Dabei steckt in ihnen die Chance für berufliche Entwicklung und eine stärkere Bindung auf Team- und Führungsebene.
Fast jeder kennt das Gefühl, irgendwo nicht dazuzugehören – ob in der Schule, im Freundeskreis oder eben im Berufsleben. Besonders für neue Kollegen kann das richtig belastend sein. Denn wenn man im Team nicht willkommen geheißen wird, kann das Selbstzweifel, Stress und eine Menge Unsicherheit auslösen. Aber was genau passiert psychologisch, wenn jemand ausgeschlossen wird?
Die klassische Rollenverteilung - der Mann bringt das Geld nach Hause, die Frau kümmert sich um Familie und das häusliche Umfeld. Ist dies wirklich ein überholtes Modell in der heutigen Zeit?
Wer ein Team leitet, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie kann ich meine Mitarbeiter:innen bestmöglich motivieren?
In vielen Branchen ist es derzeit so einfach wie nie zuvor, in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu wechseln. Die Angebote am Arbeitsmarkt sind vielfältig und geradlinige Lebensläufe sind keine zwingende Voraussetzung mehr für ansprechende Jobangebote.
Mangelnde Wertschätzung im Arbeitsalltag wirkt sich auf verschiedenen Ebenen negativ auf Unternehmen und deren Produktivität aus.